Mit den Nerven am Ende – Wenn Stress das Leben zerstört

Mit den Nerven am Ende – Wenn Stress das Leben zerstört

NDR, das Leben

Wenn Stress den Alltag bestimmt, leidet die Lebensqualität, nicht selten auch die Gesundheit. Menschen, die unter Dauerstress stehen, ändern aber häufig erst dann etwas, wenn der eigene Körper streikt.

Die Autorinnen Regina Milde und Julia Geyer haben drei Betroffene begleitet, deren Leben durch Stress aus den Fugen geraten ist.

Für Sabine V. begann der Stress vor neun Jahren, als ihr Mann eines Tages nicht mehr von der Arbeit nach Hause kam. Er ließ sie mit Schulden und zwei Kindern sitzen, eines davon behindert. Seitdem wird die 41-Jährige von Rastlosigkeit getrieben, hat große Existenzängste, kann nicht mehr schlafen, leidet unter Herzrasen. Haushalt, Kinder, Berufstätigkeit: Stress pur für die Alleinerziehende!

Auch Ralf H. war mit den Nerven am Ende: "Ich bin in meiner Küche zusammengebrochen, habe nur noch geweint." Nach der Entlassung aus der Bundeswehr musste der vierfache Familienvater neu Fuß fassen. Zu beruflichem Stress kam privater: Die ständige Anspannung stellte seine Ehe auf eine harte Probe. Mithilfe einer Paartherapie haben Ralf und seine Frau Daniela den Weg aus der Stressfalle gefunden.

"Ich hielt den Stress nicht mehr aus." Thomas K. litt unter ständiger Anspannung und Panikattacken. Während eines Kundenbesuchs kam dann der körperliche Zusammenbruch. Der Handelsvertreter hatte Todesangst, dachte, er stirbt. Diagnose: Burn-out. Der 45-Jährige wies sich schließlich selbst in die Psychiatrie ein. Schritt für Schritt bestreitet Thomas jetzt den Weg in ein Leben ohne Stress.

Die Autorinnen Regina Milde und Julia Geyer haben drei Betroffene begleitet, deren Leben durch Stress aus den Fugen geraten ist.